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Typ: grazil, schlank Kopf: kurz, keilförmig Augen: grün, lebhaft, weit auseinandergesetzt, gross, mandelförmig
Körper: lang gestreckter Körper, mittelstarker Knochenbau Schwanz: lang, spitz zulaufend Fell: kurz, dicht, sehr fein, seidig, weich, plüschartig, doppelte Struktur, einzigartig bei dieser Rasse
Farbe: reines, gleichmässiges Blau, deutlicher Silberschimmer, mittleres Blau wird bevorzugt.

Eleganz im metallisch glänzenden Haarkleid

Die grossen Augen leuchten wie Smaragde. Blaugraues, silbern schimmerndes Fell umhüllt den muskulösen Körper der mittelgrossen Katze und wirkt fast wie ein Edelmetall, das die passende Fassung zu den glänzenden, geheimnisvoll blickenden Augen bildet. Nicht umsonst bezeichnen viele Bewunderer Russisch Blau-Katzen als die Aristokraten der Samtpfoten-Welt. Ihre Grazilität und die ganz spezielle Art, voller Eleganz lebhaft um sich blickend auf leisen Pfoten über einen weichen Teppich zu schreiten, sind einfach bezaubernd. Die Faszination steigert sich noch beträchtlich, wenn man das Vergnügen hat, seine Finger sanft über das schimmernde Fell der blauen Schönheit gleiten zu lassen. Ist es wirklich das Fell einer Katze oder hält man ein Stück samtenen Plüschstoff in den Händen? Das kurze, seidige Haar ist von grosser Feinheit und überrascht mit seiner doppelten Struktur. Die wärmende Unterwolle und das attraktive Deckhaar sind exakt von gleicher Länge, was zur ungewöhnlich plüschigen Textur des Fells beiträgt. Liebhaber der traumhaft schönen Rasse versichern, dass dieses Streichelgefühl mit keiner anderen Katzenrasse vergleichbar sei.

Mysteriös

Der schnurrenden Zunft wird traditionell nachgesagt, sie sei geheimnisvoll und schwer durchschaubar. Russisch Blau-Katzen haben sich diesen Ruf offensichtlich zur Lebensaufgabe gemacht, denn wenn sie ihre grünen Augen auf einen richten und die Spitzen ihres silbern schimmernden Fells metallisch in der Sonne funkeln, glaubt man tatsächlich einem mysteriösen Wesen gegenüber zu stehen.

Ein Wechselbad der Gefühle: Da ist zum einen diese betörende Eleganz und Harmonie, die eine schier unwiderstehliche Anziehungskraft ausstrahlen, zum anderen weht einem der Hauch vornehmer Unnahbarkeit entgegen. Die blauen Grazien sind weit davont entfernt, jedem "dahergelaufenen" Verehrer ihre Gunst zu zeigen. Fremden gegenüber legen sie lieber eine gesunde Distanziertheit an den Tag und widmen sich einer genauen Inspektion, bevor der unbekannte Zweibeiner eventuell das feine Fell berühren darf.

Herkunft rätselhaft


Wem haben wir die Existenz dieser atemberaubenden Schönheit eigentlich zu verdanken? Wann und von woher gelangten die ersten blauens Stars in unsere Gefilde? Zum Thema Herkunft gibt es zahlreiche Ansätze, aber genau gelüftet wurde die Vergangenheit dieser aussergewöhnlichen Katze nie. Angeblich gehört sie zu den ältesten Kurzhaarkatzen überhaupt. Die frühesten nachprüfbaren Informationen stimmen nachdenklich: Offensichtlich wurden die geschmeidigen Blauen mit dem weichen Pelz in der Vergangenheit als Pelzlieferant missbraucht. Zeitgenössische Schriften berichten von Aermelaufschlägen und Krägen, die mit Russenfell verschönert wurden.

Nachvollziehbar ist, dass die ersten Russisch Blau-Katzen 1880 in England auf einer Ausstellung präsentiert wurden und mit ihrem keilförmigen Gesichtchen, dicken Schnurrhaarkissen und dem silbrigen, plüschartigen Fell für grosses Aufsehen sorgten. Einen vergleichbar samtweichen Pelz mit glitzernden Reflexen hatte man im verregneten Grossbriannien bislang noch nicht gesehen.

Der Zweite Weltkrieg versetzte der aufblühenden Rasse einen tiefen Schlag. Mitte der 1940er Jahre galt die extravagante Rasse praktisch als ausgestorben. In England behalf man sich, in dem man blaue Siamesen zur Zucht einsetzte, was weniger zum Erhalt der Rasse als zu einer massiven Typveränderung beitrug. Mitte der 1960er Jahre besann man sich auf den alten Typ und machte das ursprüngliche Aussehen der Russisch Blau zur Maxime der internationalen Zucht.

Der kleine, aber überaus feine Züchterkreis, der sich die Reinerhaltung des Russisch Blau-Typs auf die Fahnen geschrieben hat, betont, dass eine Russisch Blau ausnahmslos kurzhaarig zu sein hat und keine weissen Abzeichen aufweisen darf. Medaillons oder weisse Flecken am Bauch sind genauso indiskutabel wie langhaarige oder halblanghaarige Ahnen in den Stammbäumen. Oberstes Ziel ist, die einmalige Optik der Rasse ohne Einschränkungen zu bewahren.

 

Mit freundlicher Genehmigung des Kosmos-Verlags entnommen aus:
Metz, Katzenrassen, (c) 2006 Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co. KG, Stuttgart

Die 3 verschiedenen Standarts der Russisch Blau

Die Russisch Blau Katze gibt es in mehreren Standarts, was zum einen mit der Geschichte der Rasse zu tun hat, und zum anderen mit den drei wichtigsten Katzenverbänden der Welt. Die Fife (Federation Internationale Feline) ist vorallem in Europa verbreitet und weicht in ihren Anforderungen an den Standart der Russisch Blau nur wenig vom Standart der TICA (The International Cat Association) ab. TICA ist vorallem in Amerika verbreitet. Wie die Amerikaner nun einmal einfach sind, mögen sie Extreme. CFA, die Cat Fanciers Association ist der dritte Katzenverband und ebenfalls vor allem in Amerika ein sehr wichtiger und grosser. Der Standart der CFA weicht stark von den anderen beiden ab, da hier bei der Russisch Blau eher runde als mandelförmige Augen präferiert werden und die Ohrstellung eher seitlich gewünscht ist und die Katze im Allgemeinen sehr schlank und elegant zu sein hat. Fakt ist, dass bei einer seltenen Rasse wie der Russisch Blau zwischenzeitlich die drei verschiedenen Standarts gemischt wurden und werden. Beim europäischen Standart, welchen wir züchten, hat dies zu einer eleganteren Erscheinung und hellerem Fell geführt als dies ursprünglich in unserem Verband gezüchtet wurde. Da die Russisch Blau nach dem zweiten Weltkrieg fast ausgestorben war, behalf man sich in Europa mit dem Einkreuzen von blauen Siamesen. Dies führte jedoch zu einer starken Typveränderung, weshalb man Jahre später in Europa wieder Briten einkreuzte und sich auf den ursprünglichen Typ der Russisch Blau zurückbesann, eine Entwicklung welche in Amerika nicht so stattfand. Dies ist wohl auch der Hauptgrund für die Unterschiede der Standarts der verschiedenen Verbände. In Europa unterscheidet man wiederum zwischen skandinavischem und englischen Typ. Weitere Informationen dazu finden Sie unter diesem Link zur IG Russisch Blau Schweiz. Doch jetzt lassen wir am besten Bilder sprechen. Ein Klick auf diese führen Sie zum entsprechenden Standart des jeweiligen Katzenverbandes. Wir hoffen mit dieser Information ein bisschen "Licht ins Dunkel" in die Welt der mysteriösen Russisch Blau bringen zu können. Egal welchen Standart man präferiert, sie ist und bleibt die Aristokratin der Katzen.

CFA Standart CFA Standart
Fife Standart Fife Standart
TICA TICA
 

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